Archiv für das Tag 'Frauenärztin'

Gefährlich oder nicht?

5. Oktober 2009

Als ich am nächsten Tag auf Arbeit war, hatte ich einfach keine Ruhe. Ich rief bei meiner Frauenärztin an und erzählte von dem Zeckenbiss. Ich soll doch vorbeikommen, dann schaut es sich die Ärztin an und mir wird dann auch Blut abgenommen, meinte die Schwester am Telefon zu mir. Ich war froh, dass ich irgendwas tun konnte und dass die Sache ernst genommen wurde. Also fuhr ich wieder zu meiner Ärztin…

Sie sah sich die Stelle an (man konnte die Bissstelle erkennen, sie war ein bisschen rot) aber meinte dann auch nur ich soll in den nächsten Tagen beobachten, ob ich irgendwelche Krankheitsanzeichen habe. Mir wird heute Blut abgenommen und dann noch mal wenn ich das nächste Mal zur Schwangerenberatung da bin um zu kontrollieren, ob sich eine Krankheit übertragen hat. Na toll, dachte ich, wieder einmal abwarten…. (bin eigentlich ein sehr ungeduldiger Mensch…)

Ich hatte am nächsten Tag tatsächlich Kopfschmerzen (habe ich aber öfter mal)… Als sie am darauf folgenden Tag immer noch da waren, beschloss ich –nach langem Überlegen- wieder bei meiner Frauenärztin anzurufen. Ich soll doch wieder vorbeikommen, am Telefon könne sie nichts sagen.

Also fuhr ich das dritte Mal in dieser Woche zu ihr hin. Das Blutergebnis war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht da, also ließ sich nicht wirklich feststellen, ob es sich bei meinen Kopfschmerzen um „meine üblichen Kopfschmerzen“ handelte oder ob es aufgrund des Zeckenbisses war. Schließlich wurde ich erstmal für eine Woche krankgeschrieben, ich hoffte natürlich, dass die Zecke keine Krankheit übertragen hat, dennoch konnte ich meine Schwangerschaft immer noch nicht richtig genießen.

Endlich…

4. Oktober 2009

Natürlich bekam ich die zwei Wochen irgendwie rum. Ich beschäftigte mich nur noch mit dem Thema Ernährung. Schließlich wollte ich mich ja gesund ernähren, dass Baby auch alle Nährstoffe zugeführt bekommt. Ich recherchierte im Internet, wälzte Kochbücher und ging ständig in den Supermarkt um frische, gesunde Sachen zu kaufen. Vor der befürchteten Schwangerschaftsübelkeit blieb ich bisher zum Glück verschont (ich habe panische Angst vorm Erbrechen), dennoch hatte ich permanente Angst, dass es doch noch auftritt….
An dem Tag an dem ich den Termin bei der Frauenärztin hatte, war ich wieder mal tierisch aufgeregt und konnte es kaum abwarten. Mein Freund wollte auch mit dabei sein und so trafen wir uns bei meiner Frauenärztin. Ich war total gespannt, ich wusste ja nicht wie so etwas langgeht. Zuerst ging ich zur Ärztin rein, auf den Stuhl…. Diesmal sah man auf dem Bildschirm schon einen größeren Punkt :-) den sie mir dann auch als Foto ausdruckte :-) . Dann stellte sie den Mutterpass mit dem voraussichtlichen Entbindungstermin am 3.1.2010 aus (Ich hatte mir den 1.1.2010 errechnet). Dann tastete sie noch mal den Knoten in meiner Brust und stellte mir, wie letztens schon angekündigt eine Überweisung für einen Ultraschall aus.
Die „eigentliche Schwangerenberatung“ führte dann die Schwester in einem anderen Raum durch. Wir wurden regelrecht erschlagen mit Informationen, alles war neu…. dann kamen noch Blutdruck messen, wiegen und Blut abnehmen dazu. So in etwa hatte ich es mir schon vorgestellt. Ich bekam dann noch den nächsten Termin in vier Wochen (soo lange wieder warten) und einen Beutel mit gaanz viel Informationsmaterial….
So verließen wir freudestrahlend – bepackt mit den „tollen Sachen“ – das Ärztehaus und fuhren nach Hause um dann gleich darauf zu den stolzen Großeltern (meinen Eltern) zu fahren um alles zu berichten.

Rein zufällig

17. September 2009

Es war an einem Freitag, der letzte Urlaubstag unseres 2-wöchigen Osterurlaubes. Ich war mit meinem Hund bei meinen Eltern. Dort blieb ich dann noch zum abendlichen Grillen. Meine Schwester kam dann nach der Arbeit noch dazu, Oma und Opa waren auch da. Es war gemütlich, wir saßen draußen, haben gegessen, getrunken und über „alte Zeiten“ geplaudert. Ich habe an diesem Abend meinen letzten Schnaps getrunken. Ich hatte ein ungutes Gefühl dabei, da ich nicht wusste ob ich eventuell schwanger bin. Eigentlich kann es nicht geklappt haben, dachte ich mir, aber bis zu meinen Tagen war es noch ein paar Tage hin. Da aber meine Großeltern keinen Verdacht schöpfen sollten (ich trank bisher nach dem Essen gern mal einen Kräuterschnaps und meine Eltern wussten, dass wir seit kurzem „probieren“) habe ich ihn also getrunken.

Meine Schwester und ich haben Oma und Opa ausgefragt wie es „früher“ hier war. Es war sehr interessant alte Geschichten zu hören. Die Söhne der bereits verstorbenen Schwester meines Opas sind teilweise hier geboren und aufgewachsen, sind dann aber in den Westen gegangen. Mit der Schwester meines Opas (meine Großtante) haben wir uns als Kinder gut verstanden. Wir waren oft zu Besuch bei ihr und haben tolle Sachen kennen gelernt die es im Osten nicht gab. Sie hat viel geraucht. Letztendlich ist sie vor vielen Jahren an Brustkrebs gestorben…. Bei ihr war aber auch keine Behandlung möglich, da sie nicht zum Arzt gegangen ist. Sie war schon im gehobenen Alter und wollte den Rest des Lebens noch genießen, also weiß man nicht, ob sie noch eine Chance gehabt hätte, hätte sie sich behandeln lassen…

Als ich abends wieder zu Hause war, kam mein Freund auch bald von der Feuerwehr zurück. Ich war noch in Gedanken bei meiner Großtante und dachte mir: „Hmm, Brustkrebs….eigentlich wollt ich mich ja auch mal abtasten…“ Bisher hat es schon meine Frauenärztin gemacht aber ich wusste ja, dass man sich eigentlich auch selber einmal im Monat abtasten sollte. Aber wer denkt in dem Alter (ich bin 26) schon daran und macht es dann auch wirklich regelmäßig??

Ich setzte mich auf mein Bett und fing an zu tasten. „Da ist ja etwas… auf der rechten Seite…. Ziemlich weit außen, in der nähe der Achselhöhle…hmm… auf der linken Seite ist das nicht so… komisch…. Wie kann das sein? Ich taste mich zum ersten Mal ab und taste wirklich etwas?? Bild ich mir das alles ein, weil wir grad über Brustkrebs gesprochen haben??“ Diese Gedanken schossen mir durch den Kopf. Ich erzählte es sofort meinem Freund und bin dann gleich hoch zu meiner Schwester (wir wohnen in einem Haus, sie oben, mein Freund und ich im EG). Sie tastete es auch gleich und schrie erstmal auf… Ich erschrak und bin zum Spiegel und hob meinen Arm und da hat sich an der Stelle die Haut gewölbt…

Ich habe sofort Panik geschoben: „was kann das sein, es kann doch nicht Krebs sein, das geht doch gar nicht“. Wir haben denn noch zu später Stunde meine Mutter angerufen und ihr die Stelle beschrieben. Sie tippte erstmal gleich auf Lymphknoten und meinte, dass der auch mal geschwollen sein kann, wenn eine Krankheit abgewehrt wird. Ich soll doch nicht anfangen zu googlen und mich verrückt machen. Ich machte mich natürlich trotzdem verrückt und beschloss noch am selben WE zu meiner Mutter zufahren, ihr das zu zeigen und in ihrem Krankheitsbuch nachzulesen.